Eine E-Mail kommt rein.
Der Name wirkt bekannt, das Design sieht professionell aus, vielleicht geht es um eine Rechnung, eine Zahlungsaufforderung oder eine „dringende“ Rückmeldung.
Und trotzdem bleibt dieses Gefühl: Irgendwas ist komisch. Wie cool wäre also ein Tool, das mir einfach sagen kann, ob es sich um eine Phishing Mail handelt, oder nicht?
Die gute Nachricht: Outlook verlassen müssen Sie dafür nicht. Mit Microsoft Copilot direkt in Outlook können Sie verdächtige E-Mails innerhalb weniger Sekunden auf erste Phishing-, Betrugs- oder Malware-Risiken prüfen lassen.
Natürlich ersetzt das keine vollständige Sicherheitsprüfung durch IT oder Security-Teams – aber:
Als erster objektiver Sicherheitscheck kann Copilot enorm hilfreich sein.
1. Verdächtige E-Mail öffnen
2. Oben rechts Copilot aktivieren
3. Den folgenden Prompt einfügen
4. Analyse lesen und bewerten
Prompt zum kopieren und einfügen:
Dieser Ansatz geht deutlich weiter als ein simples:
„Ist das Spam?“
Er sorgt für:
Strukturierte Analyse
Copilot bewertet nicht nur oberflächlich, sondern prüft konkrete Merkmale.
Weniger Bauchgefühl
Statt „kommt mir komisch vor“ erhalten Sie nachvollziehbare Kriterien.
Bessere Nachvollziehbarkeit
Ideal auch für Awareness, Incident Reviews oder interne Rückfragen.
Flexibilität
Funktioniert für weitergeleitete Mails, Screenshots, kopierte Inhalte oder klassische E-Mails.
Das Ergebnis? Eine klare Handlungsanweisung und Risikoabschätzung.
Gerade für Unternehmen, MSPs oder interne IT-Abteilungen lohnt es sich, aus diesem Prompt mehr als nur einen spontanen Einzelfall-Helfer zu machen. Unsere Empfehlung: Hinterlegen Sie ihn als festen Standardprozess, beispielsweise als „Phishing-Analyse – Standard“ in der Copilot Prompt Library oder als interne Vorlage für Helpdesk, Buchhaltung, Assistenz und Geschäftsführung.
So schaffen Sie einen einheitlichen ersten Sicherheitscheck im Unternehmen und reduzieren das Risiko, dass Mitarbeitende aus Unsicherheit vorschnell auf Links klicken, Anhänge öffnen oder sensible Informationen preisgeben. Besonders in stressigen Alltagssituationen kann ein standardisierter Ablauf helfen, Sicherheit nicht vom Bauchgefühl einzelner Personen abhängig zu machen.
Neben Copilot lohnt sich auch immer ein Blick auf den Phishing-Radar mit aktuellen Warnungen der Verbraucherzentrale. Dort werden regelmäßig neue Phishing-Wellen, bekannte Betrugsmaschen und täuschend echte Beispiele veröffentlicht – etwa zu Banken, PayPal, Paketdiensten oder Microsoft-Konten. Gerade wenn eine Nachricht auf den ersten Blick plausibel wirkt, kann ein kurzer Abgleich helfen, ob genau diese Masche aktuell bereits bekannt ist.
Copilot kann dabei helfen, verdächtige E-Mails schneller und strukturierter einzuordnen – und genau das ist im hektischen Arbeitsalltag ein echter Vorteil. Trotzdem bleibt die wichtigste Sicherheitsinstanz weiterhin der Mensch selbst. Denn technische Unterstützung bringt nur dann etwas, wenn Mitarbeitende überhaupt auf die Idee kommen, eine Nachricht kritisch zu hinterfragen.
Genau hier beginnt moderne Cybersicherheit: beim Bewusstsein, dass nicht jede professionelle E-Mail automatisch legitim ist. Das größte Einfallstor bleibt häufig der Faktor Mensch, weshalb Sensibilisierung und regelmäßige Security-Awareness-Schulungen unverzichtbar sind.